Monogamie vs. Polygamie

Entwicklung der Monogamie und Polygamie


Die Gesellschaft hatte im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Formen des Zusammenlebens. Je nach Kultur und Region ist zusätzlich zu differenzieren. Bedingt durch das Christentum stellte in Europa im Mittelalter die Monogamie die vorherrschende Form menschlichen Zusammenlebens dar. Monogamie steht für zwei Lebewesen, die sich ihr ganzes Leben lang lieben und auch zusammenbleiben. Es gibt keine andere Partner und der sexuelle Akt wird nur miteinander vollzogen. Werte wie Treue werden groß geschrieben.
Nachdem die Gesellschaft durch die Reformation sich langsam vom Glauben abkehrte und die Kirche an Einfluss verlor, rückte die Polygamie immer mehr in den Mittelpunkt. Die Ehe büßte an Einfluss ein und hatte keinen symbolischen Charakter mehr wie früher - wenn dann einen finanziellen Vorteil.
Dies trifft aber nicht auf alle Kulturen zu. So gab es im islamischen Raum das Phänomen des Harems. Männerphantasien überschlagen sich, wenn sie dieses Wort hören. Im Endeffekt steht Harem nur für einen Wohnraum, in dem mehrere Frauen lebten. Es gab zwar Männer die viele Ehefrauen hatten, aber das traf nur auf wenige zu. Frauen dienten als eine Art Statussymbol. Sie sucht ihn war im Mittelalter nicht möglich, da der Mann sich meistens die Frau suchte. Geheiratet wurde aus kirchlicher Tradition aber auch aus finanziellem Vorteil. Wer seine Familie lange an der Macht halten wollte, verheiratete seine Tochter mit einem anderen reichen Unternehmer.


Heutige Gesellschaft

Bedingt durch das Mittelalter, gibt es heute noch gesellschaftliche Zwänge. Da die Frauen oft ohne Nachfragen verheiratet wurden, hatten sie keine Mitspracherechte. Es war verpönt, wenn eine Frau ihren Willen äußerte. Dies hat sich jedoch drastisch gewandelt. Durch die Frauenbewegungen und allgemeine Freizügigkeit der Gesellschaft muss keine Frau mehr an einem Mann kleben bleiben. Sie darf sich die Männer frei aussuchen und mit so vielen schlafen, wie sie will. Per Online Dating finden viele Menschen zusammen und daran ist auch nichts verwerflich. Noch heute zählt der Ruf von Männern und Frauen. Ein Mann mit vielen Frauen ist ein Held. Dabei geht es bei Männer um die Anzahl an Frauen, die er schon im Bett hatte. Es wird öffentlich vor allen Freunden damit geprahlt und sogar anderen Frauen gebeichtet. Alle anwesenden Männer wollen meistens bis ins Detail erklärt haben, wie eine Frau in einem Club angesprochen werden kann.
Würde eine Frau anfangen zu erzählen, wie viele Männer sie in den letzten Woche hatte, hätte sie ihren Ruf verloren. Sie würde als leichtes Mädchen dastehen, das keine Ehre oder Anstand hat. Ihr Ruf wäre ruiniert und die Männer würde sie nur als Bettgeschichte ansehen.


Auswirkungen auf das menschliche Zusammenleben

Jedes Jahr gibt es neue Rekordzahlen an geschiedenen Ehen. Die Polygamie feiert einen Siegeszug in der heutigen Gesellschaft und es ist kein Ende abzusehen.
Früher war es durch die Gesetze des Christentums quasi unmöglich, eine Ehe zu scheiden. Heutzutage ist das nur noch ein Aufwand von wenigen Tagen. Im Gegensatz zu alten Zeiten gestaltet sich die Singlesuche immer einfacher. Im Internet kann zu jeder Uhrzeit nach einem Partner gesucht werden, die Flirtbörsen schießen wie Pilze aus dem Boden.
Noch ist ein Haushalt der aus Mutter, Vater und Kindern besteht, die Norm in Deutschland. Forscher gehen in Zukunft von einer wachsenden Polygamie aus. Dabei sind die Kinder der geschiedenen Eheleute Leidtragende der neuen Freizügigkeit. Die Entwicklung wird stark gestört durch die Trennung der Eltern und es können psychische Schäden auftreten. Außerdem benötigt das Kind trotz Fehlen eines Elternteils immer ein Vorbild, spätere gesellschaftliche Aufgaben können nur schwer übernommen werden.
Solange die Polygamie mit Schuldgefühlen in der Gesellschaft verknüpft ist, wird sie nicht öffentlich gezeigt. Es ist aber nur noch eine Frage der Zeit, bis sich der Zustand grundlegend ändert.